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 Betreff des Beitrags: Telekom kündigen?
BeitragVerfasst: 04.01.2010, 19:08 
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Hallo,

vielleicht gibt es hier noch andere "Telekom-Opfer", die mir evtl. einen Tipp geben können. Als ich 2005 nach Lübeck kam habe ich bei der Telekom einen DSL6000- und Telefon Flatrate-Vertrag abgeschlossen. Kostete damals 49,90€ und die Vertragslaufzeit war 1 Jahr. Später bin ich dann auf einen neuen Vertrag umgestiegen für 44,90€ und 2 Jahren Vertragslaufzeit. Vor Ablauf der Vertragslaufzeit wurde mir ein neuer Vertrag, mit einer Laufzeit von wieder 2 Jahren, für 39,90€ angeboten. Diesen habe ich allerdings nicht abgeschlossen, da es inzwischen deutlich günstigere Angebote gab und ich nicht noch weitere 2 Jahre an die Telekom gebunden zu sein wollte.

Im Sommer 2009 habe ich dann versucht zu Alice zu wechseln, was daran scheiterte, dass ich leider zu spät gekündigt hatte und die Telekom den Vertrag heimlich wieder um ein Jahr verlängert hat. Da habe ich wohl nicht aufgepasst und bin auf die unseriösen Tricksereien der Telekom reingefallen. :wand2: Irgendwie darauf hingewiesen, dass sich die Vertragslaufzeit automatisch um ein Jahr verlängert, hat mich jedenfalls niemand. Zähneknirschend zahle ich seitdem jeden Monat 44,90€ für die DSL-Telefon-Flatrate, die obendrein bei mir nur mit halber Geschwindigkeit funktioniert. DSL3000 aber zum Preis von DSL6000. Die Vertragslaufzeit läuft jetzt noch bis Juli 2010.

Soweit zur Vorgeschichte. Der absolute Hammer kam heute, als ich zur Telekom ging, um meine Telefonanschluss, wegen dem bevorstehenden Umzug, ummelden wollte. Dass ich auch bei einem Umzug nicht aus dem Vertrag raus komme, hatte ich schon im Internet recherchiert. Nun sagte mir die Dame im T-Punkt, dass ich meinen bestehenden Vertrag nicht mitnehmen könnte sondern einen neuen abschließen müsse, natürlich wieder für 2 Jahre. Begründung: Mein Vertrag wird nicht mehr angeboten. Ziemlich wütend habe ich dann erst mal den T-Punkt verlassen und hab dann noch mal bei der Telekom-Hotline angerufen und nachgefragt, was auch kein anderes Ergebnis brachte.

Jetzt bleiben mir nur 2 Möglichkeiten: Entweder den Vertrag kündigen und bis Juli 2010, 6 Monate, für nichts, jeden Monat 44,90€ zu zahlen oder den neuen Vertrag zu unterschreiben und wieder 2 Jahre Gefangener der Telekom zu sein. Was ist denn das, Erpressung, Nötigung?? Ich werde auf gar keinen Fall noch mal einen Vertrag bei der Telekom unterschreiben. Ich möchte nur noch weg von diesem absolut unseriösen Abzocker-Verein. :beleidigt: Vielleicht hat jemand einen Tipp für eine kostenlose oder preiswerte Rechtsberatung, da ich mir gerade keinen Anwalt leisten kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Telekom kündigen?
BeitragVerfasst: 05.01.2010, 17:03 
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Hallo,

Verbraucherberatung? Schau auch mal in folgenden Link:

http://www.123recht.net/Telekom-K%C3%BC ... 05810.html

Ansonsten würde ich die Telekom (per Fax bzw. Einschreiben) anschreiben, auf das heutige Gespräch verweisen und sie unter Fristsetzung von 14 Tagen
a) auffordern, den geschlossenen Vertrag gem. der einschlägigen Vorschriften des BGB zu erfüllen
b) Ihnen anbieten, Dir ggf. eine gleichwertige Vertragsleistung ohne Kostenänderung für die Restlaufzeit des bestehenden Vertrages einzuräumen oder aber
c) der Auflösung des bestehenden Vertrages zum Umzugsdatum im gegenseitigem Einvernehmen zuzustimmen

und jedenfalls

d) den bestehenden Vertag bereits heute zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu kündigen und um Bestätigung bitten

Vorher aber unbedingt in die AGB´s der Telekom für den derzeit bestehenden Vertrag schauen, da die Telekom verschiedene AGB´s für die unterschiedlichen Verträge hat. I.d.R enthalten die auch Sonderregelungen, dass sie dir, sofern z.B. die Lieferung des Produkts nicht möglich ist, einen anderes Produkt anbieten können. Dies beinhaltet jedoch i.A. nicht, dass du automatisch einen neuen Vertrag abschließt sondern du erhälst dann eine Ersatzleistung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Telekom kündigen?
BeitragVerfasst: 05.01.2010, 19:53 
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Hallo Claudia,

danke für die Tipps. Ich werde mir die AGB nochmal genau angucken. In einem anderen Forum, in das ich diesen Beitrag ebenfalls geschrieben habe wurde mir empfohlen es evtl. mit einer außerordentlichen Kündigung zu versuchen. Ansonsten könnte ich mich auch an die Verbraucherzentrale wenden.

Leider hat es scheinbar absolut keinen Sinn mit den Mitarbeitern der Hotline oder eines T-Punkt zu reden. Die sind offensichtlich alle darauf dressiert sich Stur an die Vorschriften zu halten. Von Kulanz oder Hilfsbereitschaft nicht die geringste Spur. Entweder neuer Vertrag oder kündigen und bis zum Vertragsende für Leistungen bezahlen, die nicht erbracht werden. Bleibt wohl nur der schriftliche Weg an höhere Instanzen und das kann dauern. Ich hoffe das es bis zum Monatsende irgendwie zu einer Lösung kommt. Lustigerweise wurde mir ein neuer Vertrag mit DSL3000 und Telefonflatrate für 34,90€ monatlich angeboten. Damit hätte ich genau das, was ich hier auch habe. Technisch wäre es also kein Problem den bestehenden Vertrag fortzuführen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Telekom kündigen?
BeitragVerfasst: 05.01.2010, 21:04 
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Hallo Rüdiger,

kann deinen Ärger ja verstehen, aber geh mal mit den Mitarbeitern nicht zu hart ins Gericht. Die sitzen da, handeln auf Anweisung, haben ein persönliches Interesse daran, ihren Job zu behalten und sind auch keine Juristen....

In meinen Augen ist die Telekom wirklich das Letzte und ich bin seit Jahren bei Alice, allerdings gibt es da auch Fallstricke ebenso wie bei anderen Anbietern.

Fakt ist doch, dass es genügend rechtliche Verfahren gibt/gegeben hat, aber unser Gesetzgeber nicht allzu großes Interesse hat, die Verbraucherrechte effektiv vor solchem Vorgehen zu schützen.

Im Grunde müsste eigentlich jeder einzelne, dem so etwas passiert, sofort Strafantrag wegen Erpressung stellen, vielleicht käme dann einmal Bewegung in die Sache. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Poststellen der Staatsanwaltschaften nach drei Tagen wegen Überfüllung geschlossen werden müssten...... :biggrin:

Und vor Gericht stünden dann doch nur wieder die Leute aus den T-Punkten statt die Herren Obermann und Konsorten...

Drücke Dir die Daumen

Petra

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 Betreff des Beitrags: Re: Telekom kündigen?
BeitragVerfasst: 06.01.2010, 18:57 
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So, jetzt habe ich mir inzwischen die AGB für meinen Vertrag genau angeguckt und keinen Hinweis darauf gefunden, dass ich bei einem Umzug einen neuen Vertrag abschließen müsste. Ich habe mir die AGB ausgedruckt und bin damit noch mal zum T-Punkt. Da alle Telekom Mitarbeiter/innen, im T-Punkt und bei der Telefonhotline, immer wieder auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen ("So sind nun mal die allgemeinen Geschäftsbedingungen..."), wollte ich mir den entsprechenden Absatz zeigen lassen. Leider konnte man im T-Punkt die entsprechende Stelle auch nicht näher lokalisieren. :wink:

Außerdem war ich dort hin gegangen, um zumindest schon einmal zu veranlassen, dass mein Telefonanschluss zum Monatsende abgeschaltet wird, bevor ein neuer Mieter einzieht und auf meine Kosten telefoniert. Noch nicht einmal dabei konnte man mir weiterhelfen oder irgendetwas tun. Das könnte ich dann ja dem Kundenservice in Bonn schreiben. Da muss ich ja sowieso hinschreiben, um die Sache mit dem Vertrag zu klären.

Bisher hatte ich immer angenommen, dass die T-Punkte irgendetwas mit dem Service der Telekom zu tun haben, aber offensichtlich sind das reine Verkaufsstände, für Telekom-Verträge, die man später nicht mehr los wird.

Nun habe ich ein freundliches schreiben an den Telekom-Kundenservice in Bonn verfasst, was morgen per Einschreiben abgeschickt wird. Bin wirklich gespannt, was dabei raus kommt. Vor drei Tagen hatte ich noch gedacht, ich geh mal rasch zur Telekom und melde mein Telefon und Internet um. :doh:


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 Betreff des Beitrags: Re: Telekom kündigen?
BeitragVerfasst: 06.01.2010, 23:38 
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Service + Telekom = :nein:

2 Welten, die aufeinander prallen... :wand2:

claudia hat geschrieben:
Vor drei Tagen hatte ich noch gedacht, ich geh mal rasch zur Telekom und melde mein Telefon und Internet um


Wie hast Du es bloß geschafft, diesen Idealismus bis in unser hohes Alter zu retten? :biggrin:

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 Betreff des Beitrags: Re: Telekom kündigen?
BeitragVerfasst: 07.01.2010, 19:59 
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claudia hat geschrieben:
Wie hast Du es bloß geschafft, diesen Idealismus bis in unser hohes Alter zu retten? :biggrin:


Das liegt wohl daran, dass ich im Sommer bei der Telekom war um den Vertrag meines Vaters zu ändern weil er gestorben ist. Da war es doch tatsächlich möglich den Vertrag so zu ändern, dass seine Lebensgefährtin jetzt nur noch eine Telefon Flatrate hat und mein Vater seinen Call & Surf Comfort Vertrag nicht mit in's Grab nehmen musste. Irgendwie hatte ich mir eingebildet das wäre immer so einfach. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Telekom kündigen?
BeitragVerfasst: 07.01.2010, 22:05 
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Hallo,

vor ca. zwei Jahren wollte ich von der Telekom zu travedsl wechseln. Telefonisch war die Sachlage schnell geklärt und ich habe schriftlich gekündigt, kurz vor Übernahme durch travedsl. Ich war so glücklich, weil mein neuer Anbieter für Internet und Telefonanschluß so günstig war. Die Telekom hat mich monatelang nicht aus dem Vertrag gelassen, meine alte Telefonnummer konnte weiterhin angerufen werden, meine Freunde kamen auf besetzt.Die Telekom meinte, ich hätte zwei Anschlüsse. Mehrmals habe ich die von der Telekom abgebuchte Summe wieder zurück buchen lassen. Irgendwann habe ich aufgegeben. Nach ca. vier Monaten ließen sie mich aus dem Vertrag raus.

Das Personal in den Infozentren der Telekom ist in den seltensten Fällen von der Telekom, sie kommen häufig von Fremdunternehmen, die mit der Telekom zusammen arbeiten.
Und so sind die Beratungen eher mäßig bis bescheiden. Ich habe meine Briefe auch immer nach Bonn geschickt, hat trotzdem ewig gedauert.

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Es ist derselbe Wind,

der den Eisregen bringt

und der das Glockenspiel

am Dach der großen Laterne

erklingen läßt.

Toyotama Tsuno


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 Betreff des Beitrags: Re: Telekom kündigen?
BeitragVerfasst: 20.01.2010, 14:10 
Grünschnabel
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Wir haben genau das durchgemacht:
3 Monate vor dem Umzug im Telekom-Shop gefragt, ob wir den Vertrag problemlos mitnehmen können. Antwort: "Ja, natürlich, ist ja Umzug innerhalb des Ortes. Und da Sie sogar weiter in die Innenstadt ziehen wollen, kriegen Sie garantiert auch die gleiche Geschwindigkeit"

Nach dem Zieltermin passierte erstmal gar nichts und wir haben sicherlich selbst 12 Mal angerufen, bis der Techniker kam und die Dose setzte, und dann der zweite Techniker, der's dann richtig gemacht hat (nach Anleitung meines Vaters, der kein Telefontechniker ist)...

Dann hieß es plötzlich, die Leistung könne nicht gleich auf voll Pulle gestellt werden - ob wir vorübergehend mit einer 3000er Leitung zufrieden wären. Besser als nichts!

Ein paar Tage später: eine Auftragsbestätigung über einen 3000er-Vertrag mit 24 Monaten Laufzeit! Wir haben sofort Widerspruch eingelegt und haben weitere 20 Mal mit unterschiedlichen Mitarbeitern telefoniert, die immer nett waren, und versprachen unser Anliegen zu bearbeiten. Da hat keiner das Gleiche gesagt wie der andere. In den verschiedenen Telekom-Shops auch.

Nach und nach kristallisierte sich heraus, dass bei uns niemals die alte Leistung möglich sein würde - entweder schneller oder langsamer, aber nicht unsere Geschwindigkeit...
Wir wären ja auch einverstanden gewesen, mehr zu bezahlen für eine schnellere Leitung - aber eben nicht mit neuer Laufzeit!

Das haben wir dann in einem Einschreiben der Telekom in Bonn mitgeteilt (mit Frist und Unterschrift...). Keine Antwort. In einem Telekom-Shop hat sich ein Mitarbeiter verplappert - Kündigung bzw. Anpassung des Vertrages abgelehnt. Ich bat ihn, mir das schriftlich zu geben. Er weigerte sich. Ich bat ihn, meine Einträge in der "Akte" zumindest vorzulesen. Er weigerte sich. Das sei gegen den Datenschutz... der Mitarbeiter, die die Einträge verfasst haben!!!

Nachdem mehrere Auftragsbestätigungen im Abstand von 24 Stunden eingegangen waren, hab ich nochmal einen dreiseitigen Brief geschrieben inklusive Textbelege aus dem Internet, in denen das "Telekom-Team" mitteilte, dass bei gleicher Leistung nach dem Umzug kein neuer Vertrag nötig wäre. Und das war uns ja 3 Monate zuvor versprochen worden. Zu einer Zeit, als wir nicht einmal den Kaufvertrag der Wohnung unterschrieben hatten...
Darüber hinaus zitierte ich aus dem BGB §313, aus dem sich meiner Meinung nach eine Anpassung des alten Vertrages hätte ergeben müssen, zumal die Telekom selbst teilweise an der Misere Schuld war. Immer habe ich der Telekom auch die Möglichkeit eingeräumt, mit uns zu verhandeln und einen Kompromiss zu schließen und habe einige Vorschläge gemacht. Daraufhin kam ein Musterschreiben a la: "Sie hätten eigentlich den alten Vertrag ohne Gegenleistung zu Ende zahlen müssen. Dass Sie stattdessen einen neuen Vertrag erhalten ist reine Kulanz unsererseits!"
Das fand ich einfach nur frech.

Wir waren beide ausgelaugt. Ohne Rechtschutzversicherung wollten wir uns nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Inzwischen hatten wir 3 Monate kein Festnetz und kein Internet. Darauf haben wir verzichtet, obwohl es lief, um nicht indirekt durch die Nutzung einem beliebigen Vertrag der Telekom zuzustimmen...

Also letzter Strohhalm: Verbraucherzentrale BW. Dortige Auskunft: Was die Telekom geschrieben hat ist korrekt. Es muss auch keine Hinweise in den AGB geben. Es ist gesetzlich so geregelt, dass sie das machen kann.

Damit war ich erstmal bedient. Wir haben jetzt einen 24-monatigen Vertrag über eine 3000er Leitung. Das war die billigste Lösung. Wir werden so bald wie möglich kündigen. Wir werden über das Festnetz keine Handy-Nummern mehr anrufen, damit die Telekom nicht mehr Kohle sieht als nötig. Und wir werden jedem von dem Laden abraten... Nicht, dass andere besser sind - aber dafür sind sie wenigstens billiger.


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 Betreff des Beitrags: Re: Telekom kündigen?
BeitragVerfasst: 20.01.2010, 20:16 
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Hallo Schlump,

erst mal herzlich willkommen hier und danke für den ausführlichen Beitrag. Das hört sich ja nicht gut an, was du schreibst. Ich warte immer noch auf eine Antwort aus Bonn. Bin gespannt, was da kommt. Allerdings, wenn ich deinen Beitrag so lese, ahne ich nichts Gutes. :traurig:

Ich denke auf die Dauer schadet sich die Telekom mit diesen aggressiven und höchst unseriösen Methoden, Kunden an sich zu binden, nur selbst. Eine Weile mag das gut gehen aber auf Dauer spricht sich das sicher, besonders dank Internet, herum. Was nützt schon ein zwangspferpflichteter Kunde, wenn der völlig zurecht 5 oder 10 potenziellen Neukunden von der Telekom abrät?


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 Betreff des Beitrags: Re: Telekom kündigen?
BeitragVerfasst: 22.01.2010, 13:37 
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Allerdings. Der Witz ist, dass wir Papierkram hassen und sicher aus Bequemlichkeit niemals von der Telekom weggegangen wären... Und auf diese Weise sind sie uns in ca. 21 Monaten los!

Noch ein paar Nachträge zu meinem Bericht:
1. Ob die Beratung der Verbraucherzentrale korrekt war oder nicht kann ich natürlich nicht sagen. Vielleicht solltest du dich auch nochmal kundtun und schauen, ob die Aussage von einem anderen Mitarbeiter bestätigt wird. Mich würde v.a. auch interessieren, wo diese "gesetzliche Regelung" zu finden ist...

2. Sollte die Verbraucherzentrale Recht haben, ist es dringend notwendig, politisch etwas zu bewegen. Es kann nicht sein, dass Staat und Wirtschaft vom Bürger Flexibilität und Mobilität fordern und ihn dann durch solche Verträge ausbeuten lassen - zumal man nicht behaupten kann, dass ein (über)durchschnittlich intelligenter Bürger die Folgen seines Vertragsschlusses abschätzen kann. Bei einem omnipräsenten Unternehmen wie der Telekom ist es zwar nachvollziehbar, wenn sie eine Umstellungsgebühr verlangt - aber eine neue Laufzeit aufzudrücken, finde ich frech.


3. Wenn du einen Brief nach Bonn schreibst:
Auf alle Fälle unterschreiben
Auf alle Fälle per Einschreiben
Auf alle Fälle eine angemessene Frist setzen - sonst brauchen die eigentlich gar nicht zu antworten. Da man ja auch 2 Wochen Widerspruchsrecht bei einer Auftragsbestätigung hat, halte ich 14 Tage für eine angemessene Frist.
Und ich habe mir auch immer nochmal eine Kopie gemacht vom fertigen und unterschriebenen Brief, damit keiner später behaupten kann, ich hätte nicht unterschrieben.

Ich bin sehr gespannt, wie es bei dir weitergeht!


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 Betreff des Beitrags: Re: Telekom kündigen?
BeitragVerfasst: 22.01.2010, 19:52 
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Hallo,

bei mir ging es gestern und heute weiter. Gestern bekam ich eine Auftragsbestätigung für einen Auftrag, den ich nie erteilt habe und heute kam eine Kündigungsbestätigung, obwohl ich noch gar nicht gekündigt hatte. :doh:

In meinem ersten Einschreiben an die Telekom hatte ich darum gebeten den Vertrag zum 31.01.2010 aufzuheben, falls sie nicht in der Lage ist ihre vertraglichen Leistungen bis zum Vertragsende zu erbringen. Es ist ja schließlich nicht meine Schuld, wenn die Telekom sich weigert, den Vertrag fortzuführen, obwohl es technisch problemlos möglich ist, ich bereit bin den Vertrag bis zum Ende der Vertragslaufzeit einzuhalten und auch die Anschlussgebühren für den Neuanschluss bezahlen würde.

Des Weiteren habe ich darum gebeten, den Anschluss in meiner alten Wohnung bis zum Monatsende abzuschalten, bevor der Nachmieter einzieht. Statt einer Bestätigung, dass der Anschluss abgeschaltet wird, kam gestern das Schreiben mit einer Auftragsbestätigung. Als zusätzliche Leistung (für nochmals 10€) soll ich eine Sperre für alle abgehenden Verbindungen bestellt haben, was frei erfunden ist. Das würde laut Auskunft der Telekom Service-Hotline bedeuten, dass der Anschluss bestehen bleibt man aber nicht mehr von ihm telefonieren kann. Das geht schon allein deswegen nicht, weil so für den Nachmieter die Leitung in der Wohnung blockiert ist und ich ab Anfang Februar absolut nichts mehr mit der Wohnung zu tun habe. Jetzt kann ich mich auch noch darum kümmern, diesen niemals bestellten Auftrag zu widerrufen. :mecker:

Daraufhin habe ich heute drei Schreiben an die Telekom verfasst. Ein Widerruf für den nicht bestellten Auftrag, eine außerordentliche Kündigung wegen der Weigerung der Telekom die vereinbarten Leistungen zu erbringen und eine Vorstandsbeschwerde, in der ich meinen Unmut über das Vorgehn der Telekom geschildert habe. Als ich auf dem Weg zur Post war, um alles per Einschreiben und Rückschein nach Bonn zu schicken, fand ich beim Rausgehen in meinem Briefkasten eine Kündigungsbestätigung, obwohl ich die Kündigung noch nicht mal abgeschickt hatte. Die Kündigungsbestätigung ist allerdings zum 19.7.2010, dem Ende der Vertragslaufzeit.

Ich kann mir das alles nur so erklären, dass mein Schreiben gar nicht gelesen wurde sondern nur hastig überflogen worden ist und so falsche Dinge veranlasst worden sind. In den beiden Schreiben, die von der Telekom kamen, wurde auch mit keinem einzigen Wort auf mein Einschreiben an den Kundenservice eingegangen. Wenn die Telekom jetzt nicht irgendwann einlenkt wird das wohl noch eine längere Geschichte werden. Ich werde mich wahrscheinlich auch an die Verbraucherzentrale wenden. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es gesetzlich o.k. ist, Kunden dazu zu nötigen, neue Verträge abzuschließen oder wenn dies scheitert, für Leistungen zu kassieren, die nicht erbracht werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Telekom kündigen?
BeitragVerfasst: 22.01.2010, 23:21 
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...der Irrsinn der Telekom geht weiter, es würde mich daher nicht wundern wenn die Telekom bis zum Ende der Laufzeit Deines DSL-Vertrags Insolvenz anmelden müsste, weil ich seit geschlagenen 2 Monaten versuche einen DSL-Vertrag für meine Mutter abzuschließen. In dem Ortsteil ist nur die Telekom technisch in der Lage eine DSL 6000er Leitung anzubieten! Mit Hansenet und Co. hatte ich da schon negative Erfahrungen gemacht.

Dann werde ich wohl doch noch mal zu einem T-Punkt gehen müssen und mein Anliegen persönlich vortragen; Mal sehen ob´s dann klappt... :thinking:

_________________
LG
Ralf

Eine Idee ist nichts anderes als der Begriff von einer Vollkommenheit,
die sich in der Erfahrung noch nicht vorfindet.

(Immanuel Kant, Philosoph)


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 Betreff des Beitrags: Re: Telekom kündigen?
BeitragVerfasst: 26.01.2010, 18:25 
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Heute der nächste Akt im Telekom-Drama. Ein Mitarbeiter der Telekom rief mich an und sagte, mir sollte ein Schreiben zugestellt werden, in dem ich nach meinen Gründen befragt werde, die Telekom zu verlassen, dieses sei aber als unzustellbar zurückgekommen. Kein Wunder, es wurde an die neue Adresse geschickt, obwohl ich in jedem Brief an die Telekom, im Briefkopf die alte und die neue Adresse stand und über der neuen: Ab 01.02.2010 und das in fetten Buchstaben. Zudem bezog sich dieses falsch verschickte Schreiben auf die Kündigung zum Juli 2010, die ich nie gemacht habe mir aber bestätigt wurde.

Zusammengefasst der Erfolg auf meinen ersten Brief an die Telekom:

    Eine Auftragsbestätigung für einen Auftrag, den ich nie erteilt habe.
    Eine Kündigungsbestätigung, obwohl ich noch gar nicht gekündigt hatte.
    Ein Schreiben von der Telekom an die falsche Adresse.

Es ging aber noch weiter. Der Telekom-Mitarbeiter sagte mir zu meinem Erstaunen, dass ein Umzug mit meinem Vertrag und ohne Laufzeitverlängerung problemlos möglich sei. Ich sollte den "Anschluss umziehen lassen". Er gab mir den Super-Tipp, bei der Service-Hotline anzurufen, die Kündigung zurückzunehmen und das so zu regeln. Obwohl ich ihn darauf hinwies, dass mir schon 5 bis 10 andere Kollegen etwas anderes gesagt haben, war er sich ganz sicher, ich könnte ohne Vertragsverlängerung umziehen. Also noch mal bei der Service-Hotline angerufen und siehe da: Es geht doch nicht. Mein Vertrag ließe sich nicht buchen, weil er nicht mehr angeboten wird. Geld von den Konten der Kunden abzubuchen, ohne dafür die entsprechende Gegenleistung anzubieten, scheint dagegen für die Telekom kein Problem zu sein.

Und das soll nun der Testsieger von Stiftung Warentest sein? Na herzlichen Glückwunsch! :confused:


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 Betreff des Beitrags: Re: Telekom kündigen?
BeitragVerfasst: 27.01.2010, 12:13 
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Ich denke, jeder sieht ein, dass an der neuen Adresse nicht immer die bisherige Leistung erbracht werden kann. Es wäre für mich nicht der Rede wert gewesen, mich diesbezüglich einzuschränken und eine Aufwandsentschädigung für den Umzug zu leisten - solange sich nichts an meiner Vertragslaufzeit ändert! Aber jetzt hab ich ein Produkt, das ich nie wollte für 24 Monate!
Wenn das gesetzlich so geregelt ist, dann stimmt etwas an den Gesetzen nicht.
Und zu Stiftung Warentest: dass die käuflich sind, hab ich immer befürchtet. Aber das war jetzt der Beweis...


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